Verein zur Förderung des Ägyptischen Museums e.V.

Das Ägyptische Niltal

 
  • Foto: Nilpferdfiguren
  • Foto: Modell
  • Große dekorierte Leier
  • Brettspiel des Sennefer
  • Schlankes Gefäß mit Bemalung
Klicken Sie eines der Bilder an, um ein Objekt auszuwählen.
 

Raum 0.01: Lebensraum Niltal

 
Die große Zahl von Bootsmodellen und Reliefdarstellungen zeugt von der großen Verbundenheit der Ägypter mit dem Leben spendenden Nil. Korn und Früchte wurden den Verstorbenen zur ewigen Versorgung mit ins Grab gegeben, geflochtene Blütenkränze schmückten die Mumie für ihr ewiges Leben. Die vielfältige Tierwelt Ägyptens, Nilpferd, Affe, Hund, Spitzmaus und Igel, ist in zahlreichen Figuren präsent.
 
Die Ägypter stellten in den Grabreliefs landwirtschaftliche Arbeit dar, aber auch die Jagd und die Fauna sind beliebte Motive. Realitätsnähe in Episoden - ein Bauer ist ermüdet von der Arbeit unter einem Baum eingeschlafen - und Charakterisierung von Merkmalen verleihen den Reliefs Lebendigkeit: Arbeiter tragen im Gegensatz zum Grabherrn keine Perücken, sondern kurz geschorenes oder ungekämmtes Haar. Der syrische Angestellte der Palastwache präsentiert die ungewöhnliche Art, sein Bier mit einem Strohhalm zu trinken.
 
Da auch die Existenz in der jenseitigen Welt von Nahrungsmitteln abhängig war, wurden dem Verstorbenen sowohl Naturalien als auch landwirtschaftliche Geräte mitgegeben. Kleine Holzmodelle zeigen die Verrichtung der Arbeiten, die Form von Kochgeschirr, Vorratsbehälter und Krüge geben Aufschluss über ihren Gebrauch. Einfache Gefäße wurden für Wasser und Bier verwendet, während Weingefäße häufig mit floralen Motiven bemalt waren. Zum Zeitvertreib standen verschiedene Musikinstrumente, Leier, Oboe, Harfe und Laute sowie Brettspiele zur Verfügung. Männer und Frauen pflegten sich zu schminken und Schmuck anzulegen.
 
Steingeräte, Keramik und Schmuck des 4. Jahrtausends v. Chr. sind Zeugnisse eines technologischen Fortschritts. Die Vasenbilder der Nagada-Keramik formulieren in ihren Darstellungen das Weltbild der frühen Niltalbewohner. In den aus Hartgestein geformten Tierskulpturen sind göttliche Mächte dargestellt, die auch in historischer Zeit ihre Tiergestalt beibehalten.

 

Überblick

Sie benutzen als Browser CCBot/2.0 (http://commoncrawl.org/faq/) Ihr Browser läßt sich leider nicht genauer ermitteln. | Textversion  | Hinweise zur Barrierefreiheit | Produziert von: RexPublica
Bitte beachten Sie die Hinweise zur Webanalyse